Ertragschancen erhöhen und Risiken minimieren

Baloise Asset Management
12. September 2019
Blogbeitrag
So kann es klappen!

Entweder, oder ...

So lautet im aktuellen Tiefzinsumfeld der Leitsatz vieler Anleger. Entweder sie geben sich mit vernachlässigbaren Renditen zufrieden, oder sie gehen sehr hohe Risiken ein. Doch hier bietet Baloise Asset Management eine dritte Option, mit einer attraktiven Mischung aus aktiver und passiver Anlagestrategie. Wir trafen Stephan Kamps, Leiter des Portfoliomanagements, zum Gespräch, um mehr zu erfahren.

Stephan Kamps, die Vermögensverwaltung hat sich zu einem wichtigen Standbein von Baloise Asset Management entwickelt. Welche Anlagestrategie verfolgen Sie in diesem Segment?

Wir wollen der Vermögensverwaltung die Komplexität nehmen. Dies  erreichen wir, indem wir Lösungen bieten,die für unsere Kunden einfach, transparent und auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Bei Aktien,  Anleihen sowie Multi-Assets fokussieren wir bspw. auf regelbasierte Ansätze, die speziell die Herausforderungen eines Schweizer Anlegers berücksichtigen. Bei Anlagen ausserhalb der Schweiz etwa spielt vor allem die Währungsabsicherung eine zentrale Rolle, da der Franken tendenziell gegen alle Währungen aufwertet – was für den Anleger einen Verlust auf Anlagen in Fremdwährung bedeutet. Gleichzeitig können wir mit regelbasierten Ansätzen unseren Kunden sehr kompetitive Preise bieten. Eines haben aber alle unsere Anlagestrategien gemeinsam: Wir bieten nur Lösungen, in die wir auch als Versicherung und Pensionskasse selbst investiert sind – quasi als Gütesiegel.

Welches sind die grossen Herausforderungen, denen sich Investoren derzeit gegenübersehen?

Seit Jahren lässt sich beobachten, dass an den Kapitalmärkten «fundamentale Wahrheiten» auf den Kopf gestellt werden. Ein augenfälliges Beispiel dafür sind die Negativzinsen. Dies führt zur besonderen Herausforderung, dass private und institutionelle Anleger immer höhere Risiken eingehen müssen, um ihre Renditeziele zu erreichen. Gleichzeitig wollen sie ihr Vermögen vor einer möglichen Krise geschützt sehen.

Wie gehen Sie angesichts dieser paradoxen Situation vor?

Eine Möglichkeit damit umzugehen besteht darin, das eigene  Anlagenuniversum stetig zu erweitern. Bei Baloise Asset Management reduzieren wir daher schon lange Investitionen in Schweizer Staatsanleihen und weichen auf andere Anlageklassen aus: So investieren wir die anvertrauten Gelder bspw. aktiv in Anleihemärkte ausserhalb der Schweiz oder verstärkt in alternative Anlagen wie z.B. «Senior Secured Loans». Beide Anlageklassen liefern deutlich höhere Renditen als Schweizer Obligationen – und das bei vertretbarem Risiko. Das ist uns sehr wichtig, schliesslich sind wir als Vermögensverwalter der Versicherung im Bereich «Risiko-Absicherung» quasi zuhause. Um eine ausgewogene Risikoabsicherung zu gewährleisten, streben wir eine akzeptable Balance zwischen Absicherungskosten und Ertragschancen an. Ein weiterer Baustein des Anlageportfolios sind unsere Immobilienanlagen. Wir halten ein schweizweit diversifiziertes Portfolio an Wohnimmobilien. Darüber hinaus ist die Baloise seit letztem Jahr auch in Spital-Immobilien investiert und entwickeln eigene Immobilienprojekte. Als einer der grössten Schweizer Immobilien-Investoren bieten wir qualifizierten Schweizer Anlegern über unseren Immobilien Fonds und Privatpersonen via Einzellebensversicherung, die Möglichkeit von unserer Expertise in diesem Bereich zu profitieren.

Eine Crux für viele Anleger ist die Frage, ob man aktive oder passiv gemanagte Fonds präferieren soll.

Bevor sich ein Anleger diese Frage stellt, sollte er sich zunächst darüber im Klaren sein, welche Anlageziele er verfolgt – und wie viel Risiko er bereit ist einzugehen. Erst dann stellt sich die Frage nach den Instrumenten. Die Wahl ob aktiv oder passiv ist dabei von vielen Faktoren abhängig: Die grundsätzliche Diskussion dreht sich häufig um die Kosten und dann um das Können des Portfolio Managers. Ist der Portfolio Manager in der Lage den Benchmark zu übertreffen? Mit unseren regelbasierten Lösungen kombinieren wir die Vorteile aus beiden Welten – die Kostenvorteile des passiven Investierens mit den Vorteilen des aktiven Managements, dort wo es für den Schweizer Anleger sinnvoll ist. Bei festverzinslichen Anlagen sowie kapitalschützenden Aktienstrategien lässt sich damit ein deutlicher Mehrwert für den Anleger erzielen.

Die Digitalisierung der Finanzbranche gewinnt an Fahrt. Was tut das Asset Management in diesem Bereich?

Vielfach wird in unserer Branche «Digitalisierung» mit «Industrialisierung» gleichgesetzt. Aber diese Dinge muss man klar trennen. Digitalisierung betrifft eher die Beziehung zum Kunden als das Asset Management an sich. Wir beschäftigen uns neben der Kundennähe verstärkt mit der Industrialisierung. Wir integrieren also die Vorteile der Automatisierung und digitalen Technologien in unsere Wertschöpfungskette, um den Kunden Mehrwert zu bieten. Die Investition in das deutsche Start-up «Brainalyzed» ist ein wichtiger weiterer Schritt in diese Richtung. Zusammen mit dem Fintech bauen wir unsere Fähigkeiten weiter aus, auf Basis sehr grosser Datenmengen und der Nutzung selbstlernender Systeme in internationalen Märkten attraktive Anlagemöglichkeiten für unsere Kunden zu identifizieren – und potenzielle Risiken früher zu erkennen.

Zur Person

stephan-kamps

Stephan Kamps ist seit 2017 Leiter Portfoliomanagement im Unternehmensbereich «Asset Management» von Baloise. Er startete seine Karriere im Asset Management der Winterthur Versicherung und war danach unter anderem als Unternehmer im Asset Management tätig.

Über Baloise Asset Management
Baloise Asset Management vereint die Erfahrung und Expertise von rund 80 Investment-Spezialisten. So kann das Unternehmen Privatanlegern, institutionellen Anlegern und Pensionskassen entsprechend ihren persönlichen finanziellen Zielen gleichermassen ein vielfältiges Dienstleistungs- und Produkteangebot anbieten.