Cost-Average-Effekt: Wie funktioniert das?

Baloise Asset Management
8. August 2020
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Mit einem Fondssparplan von Kursschwankungen profitieren

So wirkt der Cost-Average-Effekt

Welcher Tanktyp sind Sie? – Tanken Sie regelmässig die gleiche Menge Benzin? Oder tanken Sie immer für denselben Betrag? Und vor allem: Was hat diese Frage eigentlich mit dem Thema Vermögensverwaltung zu tun?

Dieses Beispiel aus dem Alltag weist grosse Parallelen zum Bereich Kapitalanlagen, genauer gesagt zum Fondssparen, auf. Die Rede ist vom sogenannten Cost-Average-Effekt bzw. der Durchschnittspreis-Methode. Nehmen wir an, Person A und B legen täglich einen längeren Arbeitsweg zurück, und müssen deshalb regelmässig ihr Auto mit Kraftstoff betanken. Dabei verfolgen sie zwei unterschiedliche Ansätze: Person A tankt in regelmässigen Abständen die gleiche Menge Benzin (10 Liter). Dafür zahlt sie verschiedene Beträge. Person B hingegen tankt regelmässig für einen festen Betrag (17,50 CHF) – und setzt dabei auf die Durchschnittspreis-Methode. Das heisst, Person B tankt bei niedrigen Preisen mehr Benzin und bei hohen Preisen weniger. So zeichnet sich über einen längeren Zeitraum betrachtet ein Durchschnittskosteneffekt ab. Im Endeffekt zahlt also Person B einen geringeren Preis pro Liter (1,585 CHF/Liter) als Person A (1,75 CHF/Liter).

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Cost-Average-Effekt: Kursschwankungen nutzen

Genau dieser Effekt kann sich auch für Anleger mit einem Fondssparplan auszahlen: Hierfür legen Sie regelmässig eine feste Summe in einen Fonds an. Mit diesen gleichbleibenden Sparbeträgen kaufen Sie mehr Fondsanteile bei niedrigen Kursen. Wenn der Preis Ihres Fonds gestiegen ist, kaufen Sie weniger Anteile. Mit dieser Methode können Sie mit einer gleichbleibenden Rate mehr Anteile erwerben, als wenn Sie regelmässig eine bestimmte Menge von Anteilen kaufen. Die laufenden Einzahlungen können zudem das Risiko eines ungünstigen Einstiegszeitpunkts mildern und Wertschwankungen ausgleichen. So können zwischenzeitliche Kursrückgänge zur Chance werden, wenn sich der Kurs langfristig positiv entwickelt. Wer also eine regelmässige Investitionssumme sowie einen wiederkehrenden Investitionszeitpunkt festlegt, investiert automatisch und antizyklisch. Dadurch kann die Rendite bei einem Fondssparplan höher als bei einer Einmalanlage sein. Damit der Cost-Average-Effekt vollends seine Wirkung entfalten kann, sollte ein längerfristiger Anlagehorizont angestrebt werden.

Mit dem Sparplan zum langfristigen Vermögensaufbau

Um mit einem Fondssparplan Vermögen aufzubauen, ist keine Mindestanlagesumme nötig. Bleiben Sie flexibel. Denn Sie entscheiden, wie hoch Ihre Sparrate sein soll – und, in welchem Rhythmus Sie Geld anlegen wollen. Dabei ist es möglich, den Sparbetrag jederzeit zu erhöhen, zu senken, oder auszusetzen. Auch ein Teil- oder Komplettverkauf der Fondsanteile ist möglich, wenn Sie kurzfristig Geld benötigen. Da das Fondssparen für den Vermögensaufbau bereits mit einer geringen monatlichen Rate möglich ist, und über eine breite Risikostreuung verfügt, könnte der Sparplan ein attraktiver Baustein für die Vorsorge sein.

Damit gilt beim Tanken, wie beim Fondssparen, folgende Devise: Wer antizyklisch und automatisch immer den gleichen Betrag investiert, kann durch den Durchschnittskosteneffekt sogar von Kursschwankungen profitieren. Die Baloise bietet unterschiedliche Fonds an, mit denen diese Art von regelmässigem Sparen möglich ist.

Nehmen Sie dazu gern Kontakt zu Ihrem Baloise-Berater auf.